Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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TINU-Syndrom (tubulo-interstitielle Nephritis mit Uveitis) - zwei Fallbeispiele

1Hudde T., 1Heinz C., 2Neudorf U., 1Steuhl K.-P., 3Heiligenhaus A.

Universitätsaugenklinik Essen1, Universitätskinderklinik Essen2, Augenabteilung am St.-Franziskus-Hospital Münster3

Ziel: Die klinischen Verläufe zweier Patienten mit TINU werden beschrieben und anderen in der Literatur gegenübergestellt.
Methoden: Retrospektive Kasuistiken zweier TINU-Patienten, die in der Uveitis-Sprechstunde in Essen betreut werden (Nachbeobachtungszeit 17 bzw. 13 Monate) und Medline-Literaturrecherche.
Ergebnisse: Patient 1: Eine 18-Jährige mit Hashimoto-Thyreoiditis und Nephritis entwickelte bds. eine Zyklitis mit Papillen- und Makulaödem; schnelle Besserung durch systemische Steroid- und Azetazolamidtherapie; Rezidiv bei Steroiddosisreduktion. Patient 2: Bei einer 15-Jährigen mit ausgeprägter Adipositas und Nephritis entstand bds. eine akute anteriore Uveitis mit hinteren Synechien. Obschon sich die Uveitis unter der lokalen Gabe von Steroiden und Mydriatika stabilisierte, entwickelte sich nachfolgend ein Papillenödem und eine dichte Vitritis. Im weiteren Verlauf besserte sich der Befund ohne systemische Therapie.
Schlußfolgerungen: Das TINU-Syndrom ist selten und betrifft insbesondere Kinder und junge Erwachsene. Die anterioren Uveitiden bei TINU sind nicht selten dissoziiert von der Nephritis und verlaufen akut rezidivierend oder chronisch. Lokale und ggf. systemische Steroidtherapie kann ausreichend sein; in der Literatur mussten bei einigen Patienten steroidsparende Immunsuppressiva gegeben werden. Patienten mit dieser Multiorganerkrankung sollten gemeinsam mit dem Pädiater bzw. Internisten betreut werden.



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